Ein verletzter Zivilist in Sheikh Maqsud (Foto: ANHA)

Aleppo – Seit dem offiziellen Beginn des Waffenstillstands in Syrien beschießen die von der Türkei unterstützen und der sogenannten „gemäßigten Opposition“ nahestehenden Rebellengruppen weiterhin den kurdischen Stadtteil Sheikh Maqsud mit schweren Waffen.

Sheikh Maqsud ist ein Stadtteil von Aleppo im Norden Syriens mit mehrheitlich kurdischer Bevölkerung und wird von Einheiten der kurdischen YPG kontrolliert. Bei dem Angriff auf den Stadtteil sind nach Angaben der Nachrichtenagentur ANHA mindestens 17 Zivilisten getötet und 63 weitere verletzt worden.

An den Angriffen auf Sheikh Maqsud sind neben der Al-Nusra Front, die als syrischer Arm der Al-Qaida gilt, auch die Terrormiliz Ahrar Al-Sham sowie weitere extremistische Gruppierungen wie die türkisch-turkmenische Brigaden Sultan Murad, Sultan Mehmet Fatih und Nureddin Zengi, die Sham Legion, die radikal-salafistische Jash al-Islam, Jaysh al-Mujahedeen und weitere Gruppen beteiligt, die von der Türkei aktiv unterstützt, aber auch im Westen gerne als “gemäßigte Opposition” betitelt werden.

Bereits im vergangenen Monat beschossen die genannten Gruppen mit intensiven Granatenwerfern und Raketen das Kurdenviertel Sheikh Maqsud. Dabei verloren über 17 Zivilisten, darunter auch Kinder, ihr Leben und weitere 26 wurden verletzt.

Als Vergeltung auf die Angriffe der jihadistischen Rebellengruppen auf kurdische Wohnsiedlungen, haben die YPG in der Region Aleppo Vergeltungsangriffe durchgeführt und nach eigenen Angaben mindestens 36 Terroristen getötet und weitere 70 verletzt. In den Reihen der YPG kamen demnach vier Kämpfer ums Leben.

kn

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