Türkische Armee beschießt kurdische Stadt Gever - Ausgangsperre hält seit mehr als 7 Tagen an

Gever, Nordkurdistan – Nihat Akdoğan, der HDP Abgeordnete von Colemêrg (Hakkari) hat sich mit einem Appell an die Öffentlichkeit gewandt. Er berichtet, dass ihm die Bevölkerung von Gever (Yüksekova) dahin gehend informiert hat das in Gever möglicherweise chemische Waffen zum Einsatz kommen.

Er berichtet: „Seit sieben Tagen herrscht Ausgangssperre Gever. Von gepanzerten Fahrzeugen aus wird die Bevölkerung dazu aufgerufen die Stadt zu verlassen, aber es wird ihnen dann nicht gestattet, die Stadt auch wirklich zu verlassen.“

Nihat Akdoğan berichtet, dass ihm Informationen vorliegen, nach denen Bewohner der drei Stadtviertel Eski Kışla, Mezarlık und Orman über Atemprobleme klagen die ausgelöst wurden durch ein „unbekanntes Gas“ . Es heißt, es wären zwischen 30 bis 40 Menschen vollständig verbrannt.  „Eine ältere Frau rief uns an, weinte und erzählte uns ‚Wir bekommen keine Luft mehr rette uns, sie verbrennen hier unsere Häuser. Sie benutzen ein anderes Gas als das, was wir bisher kennen.‘“

Der HDP-Abgeordnete warnt eindringlich vor einem neuerlichen Massaker und bittet alle sich, mit der Bevölkerung von Gever solidarisch zu zeigen, sie nicht allein zu lassen und gegen ein erneutes Massaker öffentlich Protest zu zeigen.

Er sagt: „In Gever laufen die Soldaten mit Gasmasken und auf den Rücken geschnallten Sauerstoff-Flaschen umher, während die Zivilbevölkerung im Rauch ihrer brennenden Häuser festsitzen. Wir haben allein schon 30 Leichname gefunden. Sie waren vollständig verkohlt.“

kn/isku

1 KOMMENTAR

  1. Wenn jemand anrufen kann, muss doch auch wer Handyaufnahmen oder so schicken können. Auch wenn ich den Erdogans und ihren Leuten nahezu jedwede Gottlosigkeit, Niedertracht, Anmaßung usw. zutrauen würde, halte ich den Oberosmanen nicht für so dumm, dass er das zulassen würde, und wäre bei der Meinungsbildung zu diesen Vorgängen erstmal vorsichtig.

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