Russlands Präsident Putin und sein türkischer Amtskollege Erdogan (Foto: sendika)

Die Beziehungen zwischen Moskau und Ankara sind nach dem Abschuss des russischen Kampfjets im türkisch-syrischen Grenzgebiet auf einem Tiefpunkt. Dieser Vorfall wird nicht ohne Reaktion bleiben, darin sind sich die Experten einig.

Der Nahost-Experte Abdel Mottaleb El Husseini ist der Ansicht, dass Erdogan mit dem Abschuss eines russischen Kampfjets in Syrien „einen fatalen Fehler begangen“ habe. In einem Gespräch mit FOCUS Online ist sich der Nahost-Experte sicher, Putin werde zwar keine massive militärische Reaktion einleiten, aber er werde die kurdische Karte spielen.

Seiner Meinung nach könne Putin den türkischen Präsidenten Erdogan wirtschaftlich hart bestrafen, indem er z.B die milliardenschweren Exporte stoppt oder einschränkt.
Auch könne der russische Präsident Wladimir Putin die Hoffnung seines türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan auf eine Sicherheitszone in Syrien zerstören und die Machtverhältnisse mit der Stationierung von Luftabwehrraketen sowie Raketenkreuzer in der Region ändern.

Um Erdogan innenpolitisch zu demontieren könnte der russische Präsident zudem die kurdische Karte spielen und die Autonomiebestrebungen der Kurden in der Türkei unterstützen und dafür sogar die PKK mit Waffen ausstatten.
„Mit einer direkten Hilfe an die nach Autonomie strebenden kurdischen Kräfte – auch auf der syrischen Seite der Grenze – könnte Putin für große Probleme in der türkischen Regierung sorgen“, so der Nahost-Experte Abdel Mottaleb El Husseini gegenüber FOCUS Online.

kn

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