Nach der Ausgangssperre in Nisêbîn: Eine durchlöcherte Mauer

Nisêbîn, Nordkurdistan – Am 13. November 2015 verhängte der türkische Staat in Nisêbîn (Nusaybin), eine Stadt in der der Provinz Mêrdîn (Mardin) in Nordkurdistan, eine Ausgangssperre. Diese wurde heute früh, am 14. Tag um 8:00 Uhr Ortszeit wieder aufgehoben. Die Bilanz ist erschreckend: Insgesamt wurden 9 ZivilistInnen von türkischen Sicherheitskräften und Spezialeinheiten getötet. Weitere 19 wurden verletzt.

 

Bild aus Nisêbîn: Eine vom Volk errichtete Barrikade
Bild aus Nisêbîn: Eine vom Volk errichtete Barrikade

In diesem Jahr hatte der türkische Staat bereits zwei Mal in Nisêbîn eine Ausgangssperre verhängt. Neben Nisêbîn verhängte der Staat in den letzten Monaten auch Ausgangssperren in Farqîn (Silvan), eine Stadt in der Provinz Amed (Diyarbakir) und Cizîr (Cizre), eine Kreisstadt in der Provinz Sirnex (Şırnak). Laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation IHD wurden alleine in Cizîr bei einer achttägigen Ausgangssperre 21 ZivilistInnen getötet und weitere 24 verletzt. In Silvan wurden innerhalb von 12 Tagen acht ZivilistInnen getötet, so in einem weiteren Bericht der Menschenrechtsorganisation IHD über Farqîn.

Nach der Ausgangssperre in Nisêbîn: Erleichterung in den Gesichtern von Kindern und Frauen
Nach der Ausgangssperre in Nisêbîn: Erleichterung in den Gesichtern von Kindern und Frauen

Nachdem die Ausgangssperre in Nisêbîn am 14. Tag aufgehoben wurde, verhängte man 100 Kilometer westlich von Nisêbîn in der Stadt Dêrik –  eine weitere Stadt in der Provinz Mêrdîn – eine Ausgangssperre.

kn

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