PUK und Gorran-Bewegung verurteilen türkische Luftangriffe auf PKK-Stellungen in Südkurdistan

Südkurdistan – Die Patriotische Union Kurdistans (PUK) und die Gorran-Bewegung verurteilen die Bombardierungen der PKK-Stellungen auf südkurdischem Boden.

PUK-Sprecher, Imad Ehmed, verurteilte das Bombardement des Qendîl-Gebirges und forderte eine sofortige Beendigung der Luftschläge.

Auch die zweitstärkste Fraktion im südkurdischen Parlament, die Gorran-Bewegung, kritisierte die Angriffe auf Stellungen der PKK in Qendîl. Der Vertreter für Diplomatie, Mihemed Tofîq Rehîm sprach der kurdischen Nachrichtenagentur Rojnews und meinte, dass die Bombardierung gegen den Waffenstillstand und gegen den in Nordkurdistan laufenden Friedensprozess gerichtet sei. Weiters erwähnte er, dass alle Parteien in Südkurdistan sich gegen die türkischen Luftangriffe stellen müssten.

Die PUK und die Gorran-Bewegung waren die zwei Parteien, die bei den Parlamentswahlen in der Türkei die pro-kurdische „Demokratische Partei der Völker“ (HDP) Unterstützung zusagten.

Masud Barzani, Präsident der kurdischen Autonomie (KRG) im Nordirak, äußerte sich ebenfalls zu den Bombardements in Südkurdistan. Laut einer schriftlichen Erklärung bedauere er die Luftangriffe auf Stellungen der kurdischen Arbeiterpartei PKK und werde weiterhin für den Frieden plädieren. Damit die Probleme nicht zu weiteren Spannungen führen, müssen beide Seiten, die Türkei und die PKK, zum Friedensprozess zurückkehren, gab der KRG-Präsident in einer schriftlichen Stellungnahme bekannt. Der türkische Premierminister Davutoglu sagte heute in einer Pressekonferenz, dass er bei einem persönlichen Telefongespräch vollste Unterstützung für den Kampf gegen den ‚Terror‘ von Barzani erhalten habe.

kn

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