Laut diversen Quellen werden Geiseln in Haft der IS-Extremisten oft gefoltert und sind psychischem Folter ausgesetzt.

Kobanê, Westkurdistan – In den Dörfern Bîrekor und Hemtotik, welche sich 40 Kilometer östlich von Kobanê befinden, wären laut ANHA 14 kurdische Zivilisten seitens der IS-Extremisten festgenommen worden.

Vor einer Woche kursierte die Meldung, die IS-Milizen hätten als Antwort auf die herben Rückschlagen im Kampf um Kobanê hunderte kurdische Zivilisten in den Dörfern Bîrekor und Hemtotik in Geiselhaft genommen. Nachdem die erwähnten kurdischen Dörfer in der Vergangenheit eins der ersten Ziele des sogenannten Islamischen Staates in der Region waren und besetzt wurden, unterwarfen sich die Dorfbewohner den Milizen. Da der Widerstand ausblieb, hätten keinerlei Auseinandersetzungen zwischen den IS-Kämpfern und den Dorfbewohnern stattgefunden. Als sich diese jedoch gegen die Plünderei des Hab und Guts seitens der IS-Terroristen gestellt hätten, wären kurdische Zivilisten zu Geiseln geworden.

Lokale Quellen berichten, unter den hunderten von Geiseln wären 14 junge kurdische Männer aus dem Dorf Hemtotik. Die Festnahmen hätten die Mitglieder des IS mit dem Argument zu legitimieren versucht, dass die kurdischen Geiseln Familienangehörige hätten, die gefallene YPG/YPJ KämpferInnen seien. Außerdem würden die betroffenen Kurden Waffen zu ihren Besitztümern zählen. Die 14 Zivilisten sollen Berichten zufolge nach Girê Spî (Tall Abyad) oder aber auch Raqqa verschleppt worden sein.

Zudem wurde gemeldet, dass alle sich im Dorf befindenden Waffen und Fahrzeuge seitens der selbsternannten Gotteskrieger beschlagnahmt worden wären.

Die restlichen sich in Haft der IS-Militanten befindenden Zivilisten aus den beiden oben genannten Dörfern wären inzwischen in die Freiheit entlassen worden.

kn

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