Düsseldorf – Am Samstag fand das 22. Internationales Kurdisches Kulturfestival in Düsseldorf statt.

Unter dem Motto „Freiheit für Abdullah Öcalan – Status für Kurdistan“ versammelten sich nach Angaben der Polizei 30.000 Menschen aus ganz Europa auf den Düsseldorfer Rheinwiesen. Das Demokratische Gesellschaftszentrum der Kurden in Deutschland NAV-DEM (ehemals YEK-KOM) hatte das Festival-Kungebung organisiert. Die Teilnehmer forderten die Freilassung des Kurdenführers Abdullah Öcalan, der seit 1999 auf einer türkischen Insel im Gefängnis sitzt.

Weiterhin forderten die Teilnehmer die Einstellung der Kriminalisierung der Kurden und Streichung der Arbeiterpartei Kurdistan (PKK) aus der Liste der terroristischen Organisationen sowie die Aufhebung des PKK-Verbots, eine politische Lösung der kurdischen Frage in der Türkei, Irak, Iran und Syrien. Humanitäre Hilfe und politische Unterstützung der Autonomie-Strukturen in Rojava (Westkurdistan/Nordsyrien).

Auf dem Podium wurden politische Reden von mehreren Vertretern verschiedener Parteien gehalten. Zu den Rednern gehörte unter anderem der Co-Vorsitzende der größten syrisch-kurdischen Partei der demokratischen Einheit (PYD) Salih Muslim, sowie die Co-Vorsitzende der demokratischen Partei der Völker (HDP) Figen Yüksekdag.

Zudem waren zahlreiche Stände verschiedener kurdischer und solidarischer Gruppen und Organisationen mit Infomaterialien sowie Essen und Trinken vertreten. Es wurde Musik gespielt und ebenfalls gab es auch Spendenaktionen für die ezidischen Kurden in Shingal. Nach Polizeiangaben blieb die Veranstaltung friedlich.

kn

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT