Kämpfe zwischen HPG und türkischer Armee gehen weiter

Behdînan/Südkurdistan – Nachdem die Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK) in einer Erklärung am 25. September mitgeteilt hatte, dass die Waffenruhe, die seit dem 22. März 2013 zwischen ihren Guerillaeinheiten und der türkischen Armee besteht, nicht mehr aufrechterhalten wird, weil die AKP- Regierung seit Jahren die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) im Kampf gegen die Kurden in Westkurdistan unterstützt, kam es zu Gefechten zwischen Guerillaeinheiten und Soldaten der türkischen Armee in den Provinzen Erzurum, Amed und Bedlis.

Das Presse-und Kommunikationszentrum der kurdischen Volksverteidigungskräfte (HPG) hat in einer schriftlichen Erklärung Stellung zu den Kämpfen zwischen ihren Einheiten und Soldaten der türkischen Armee in der Provinz Erzurum bezogen.

Der Pressestelle der HPG zufolge entfachten Kämpfe zwischen ihren Einheiten und Soldaten der türkischen Armee, die mit einer Militäroffensive beginnen wollten, in der Gegend von Gerê und Reşadiyê im Bezirk Karayazı der Provinz Erzurum. Bei diesen Gefechten, die gegen 11.00 Uhr Ortszeit am Sonntag ausbrachen und eine Stunde später endeten, wurden zwei türkische Soldaten verletzt.

Auch heißt es in der Erklärung der HPG, dass ihre Guerillakräfte die türkische Armee am Beginn einer Militäroperation in der Gegend um Uludere in der Provinz Şirnex gehindert haben.

Laut der Erklärung der HPG haben ihre Einheiten gestern Abend einen Angriff mit schweren Waffen ausgeübt, um die türkischen Soldaten beim Bau einer Sicherheitsstraße in der Gegend um den Maymun Hügel zu hindern. Daraufhin habe die türkische Armee ihre Baufahrzeuge zurückgezogen und beschoss die Regionen um die Hügel von Märtyrer Kendal, Ronahi und Renas sowie Deriye Davetiye mit Mörsergranaten.

Die Pressestelle der HPG sagte auch, dass die türkische Armee Aufklärungsflüge in der Region Haftanin und die von der Guerilla kontrollierten Medya- Verteidigungsgebiete in Südkurdistan geflogen hat.

In den Provinzen Bedlis und Amed verübten Guerillakräfte der HPG Angriffe auf die türkischen Polizisten und Spezialeinheiten in Bedlis und dem Stadtviertel Kayapinar der Provinz Amed. Dazu hat die Pressestelle der HPG am Samstag eine schriftliche Erklärung veröffentlicht.

In der schriftlichen Erklärung heißt es, dass bei den Angriffen ein Polizeibeamter und drei Spezialeinheiten der türkischen Armee getötet wurden und dies „eine Warnung bezüglich des Polizeiterror auf unser Volk an der Grenze zu Westkurdistan“ sei.

In der Erklärung werden auch Details zu den Angriffen, die am Donnerstag und Freitag durchgeführt wurden, genannt. Der Erklärung zufolge wurde am Freitag gegen 21.30 Uhr Ortszeit ein Angriff auf eine Polizeistation in der Provinz Bedlis durchgeführt und dabei drei Spezialeinheiten der türkischen Armee getötet und zwei Polizisten verletzt. Bei dem Angriff im Stadtviertel Kayapinar der Provinz Amed wurden am Donnerstag ein Polizist getötet und zwei weitere verletzt.

kn/anf

1 KOMMENTAR

  1. Hallo,
    Ich hoffe, dass es in der Türkei doch noch zu einem Frieden kommt.
    Ohne die Duldung der Türkei wird es keinen Kurdenstaat geben. Die PKK hat an anderer Stelle viele 100.000 Menschen zu retten.
    Dafür wird die PKK/YPG in der westlichen Welt bewundert, aber wegen dieses sinnlosen Konfliktes in der Türkei mit sinnlosen Angriffen von beiden Seiten, wird die Türkei nie in die EU aufgenommen und die PKK nicht direkt unterstützt werden können. Wie soll die USA die YPG noch mehr unterstützen können, wenn die PKK in der Türkei Menschen tötet? Vielleicht sind die Kurden in Syrien irgend wann darauf angewiesen das es eine Flugverbotszone gibt (von den USA nicht von der Türkei). Im Irak hat dies den Kurden das Leben gerettet.
    Ich habe die Dokumentationen gesehen in denen kurdische Politiker aus dem Parlament heraus verhafftet wurden. Doch euer Kampf in der Türkei kann nur mit Rache begründet werden und nicht damit das es momentan irgend jemandem hilft.

    MfG. Daniel

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