Vater Salih Kandil und seine Söhne kämpfen an drei Fronten in Kobanê (Foto: ANF)

Kobanê, Westkurdistan – Salih Kandil und seine beiden Söhne haben sich aus Nordkurdistan (Osttürkei) dem Widerstand in Kobanê, die seit dem 15. September von der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) mit schweren Waffen angegriffen wird, angeschlossen. Der Vater und seine beiden Söhne verteidigen zusammen mit den KämpferInnen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) das Kanton Kobanê in Westkurdistan an drei Fronten vor den Angriffen der IS.

Im Juli, als die Dschihadisten der IS wieder den Kanton Kobanê angriffen, ging Salih Kandil von Istanbul aus nach Rojava, um die Stadt zu verteidigen. In einem der Gefechte verlor Kandil ein Auge. Als am 15. September der IS wieder mal Kobanê angriff, nahm Kandil wieder Platz in den Reihen der YPG, um die Stadt zu verteidigen, obwohl er nur ein Auge hat. Seine beiden Söhne Deniz und Sinan schlossen sich ihm an. Salih Kandil sagt: „Wir werden bis zum letzten Bluttropfen Widerstand leisten.“

Salih Kandil, der sich im Juli diesen Jahres der YPG anschloss, sagt folgendes: „Ich habe Istanbul, wo ich jahrelang gelebt habe, verlassen, um hierher zu kommen. Ich bin ursprünglich aus Riha (Urfa). Ich wurde am 30. Juli an der Westfront in Kobanê verwundet und verlor ein Auge. Aber als die Dschihadisten Kobanê am 15. September angriffen, nahm ich wieder Platz in den Reihen der YPG ein.“

Salih Kandil sagt auch, dass seine beiden Söhne Sinan (18 Jahre) und Deniz (19) sich dem Widerstand von Kobanê anschlossen, nachdem der IS Kobanê angegriffen hat. Kandil betont, dass er stolz ist, dass sich seine beiden Söhne der YPG angeschlossen haben und fügt hinzu: „Ich wünschte, dass wir mehr tun könnten.“

Während Deniz sich an der Westfront befindet, kämpfen Salih Kandil und sein Sohn Sinan an der Ostfront.

„Wir werden unsere Heimat niemandem überlassen. Es ist unser Land und wir werden es verteidigen. Wir kämpfen mit unserem Widerstandswillen und den Mut gegen die schweren Waffen des IS. IS wird niemals Kobanê einnehmen. Wir werden die Stadt für den IS in ein Inferno verwandeln. Wir werden bis zum letzten Bluttropfen Widerstand leisten.“

kn/anf

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