Barham Salih, ehemaliger Ministerpräsident der Autonomen Region Kurdistan (KRG) im Nordirak (Foto; krg)

Hewlêr, Südkurdistan – Der ehemalige Ministerpräsident der Autonomen Region Kurdistan (KRG) im Nordirak Barham Salih hat verlauten lassen, dass die Kurden ihre Beziehung zu Ankara, Teheran und Bagdad pflegen sollen. Wichtig sei dabei, dass sie mit allen diesen gut auskommen. Auch sagte er, diejenigen die behaupteten, die Terrormiliz IS würde Kurdistan nicht angreifen, lagen falsch.

Barham Salih, welcher auch der Sprecher der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) war und am 1. Februar dieses Jahres aufgrund Konflikten zurücktrat, hat sich in einem Interview mit der kurdischen Nachrichtenagentur Rûdaw zu den Angriffen der IS in Südkurdistan geäußert. „Die Politik, die einen IS-Angriff in Südkurdistan ausschloss, war falsch“, sagte Salih.

Er sprach auch über einen kurdischen Staat im Nordirak und sagte, dass ein Staat nur durch eine nationale Kraft gegründet werden kann. In Südkurdistan (KRG) gebe es aber keine nationale Kraft, einzig gebe es Kräfte der Parteien und Persönlichkeiten und das sei sehr schlecht, sagte der ehemalige Ministerpräsident der KRG.

Über die Beziehungen der KRG zu ihren Nachbarn, insbesondere der Türkei sagte Salih, dass es wichtig sei, sich nicht nur auf die Türkei zu verlassen. „Wenn die Kurden unabhängig sein wollen, so sollen sie schauen, dass sie sich auch mit Bagdad und Teheran gut verstehen“, fügte Salih an.

kn/rûdaw

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