Gwer, Südkurdistan – Nachdem IS (ehemals ISIS) die südkurdische Stadt Makhmur, welche zuvor unter Kontrolle kurdischer Peschmerga-Kämpfer war, am 6. August überfiel und die Peschmerga zum Rückzug drängte, erklärte sich die PDKI bereit, Südkurdistan militärisch gegen IS zu unterstützen. Die PDKI verfügt über eine grosse Anzahl Peschmergakräfte bestehend aus Veteranen aus dem Krieg gegen das iranische Regime und jungen Rekruten. Stellvertretender Parteivorsitzender der PDKI Hassan Sharafi teilte mit, die PDKI sei bereit, ihre Truppen an die Kriegsfront in Makhmur und Shingal zu schicken und gemeinsam mit anderen kurdischen Kräften die Zivilisten vor terroristischen Übergriffen zu schützen. Angesichts der drohenden Gefahren für Kurdistan war dies gleichzeitig ein Aufruf zur kurdischen Einheit.

Während rund 2‘000 PDKI-Kämpfer für die Kriegsfront in Südkurdistan mobilisiert wurden, passierten bereits am 7. August mit dem ersten Bataillon 250 Kämpfer die südkurdische Grenze, um die Terrororganisation IS zurückzudrängen und die Zivilisten in Shingal sowie anderen kurdischen Städten vor Angriffen zu beschützen. Noch am selben Tag erreichte die Peschmerga die Frontlinie in Gwer, musste aber auf Wunsch der KRG drei Tage später sich zurückziehen.

In einer Erklärung vom 10. August gab Einsatzleiter des Sonderkommandos Rostam Jahangiri bekannt, dass mehrere Dörfer in der Region Gwer durch die PDKI-Peschmerga befreit wurden. Zudem töteten die ostkurdischen Kräfte im dreitägigen Feuergefecht insgesamt neun IS-Kämpfer. Zahlreiche Verletzte und Gefangene wurden dem Geheimdienst der Regionalregierung übergeben.

 

KN, 12.08.2014

Bild und Videomaterial sind von PDKI-Seiten

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