Iran – Nachdem Masoud Barzani, Präsident der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak, vor einigen Tagen ein Unabhängigkeitsreferendum innerhalb der nächsten Monate ankündigte und einige Staaten wie Israel offen für eine kurdische Unabhängigkeit im Irak sprachen (mehr hier), erklärte Hossein Amir Abdollahian, iranischer Vizeaußenminister, dass der Iran die Errichtung eines unabhängigen kurdischen Staates im Irak nicht zulassen werde. Abdullahian: „Wir werden eine Teilung des Iraks nicht erlauben.“

Bei einem Interview mit dem Sender El-Alem sagte der iranische Vizeaußenminister Hossein Amir Abdollahian bezüglich der Teilung Iraks, dass sie die Verwirklichung der Träume des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu nicht zulassen werden und bezeichnete die Idee eines unabhängiges Kurdistan im Irak als ein „zionistisches Komplott“.

Abdollahian: „Wir haben unsere Haltung bezüglich der Teilung Iraks auf freundlicher Basis und klar der nordirakischen Führung Masoud Barzani und Necirvan Barzani mitgeteilt. Die Verletzung der irakischen Verfassung würde keinen der Seiten nützen. Über ein unabhängiges irakisch-Kurdistan zu reden, ist gleichzusetzen mit einem Kurdistan, das um einige Jahrzehnte zurückgeworfen wurde. Dies haben wir den Verantwortlichen vom Nordirak brüderlich mitgeteilt. Wir fordern die Führung von Nordirak dazu auf, gelassen zu sein und voreilige Aktionen zu vermeiden.“

Über die Haltung der Türkei bezüglich eines unabhängigen Kurdistans im Irak, sagte der iranische Vizeaußenminister Folgendes: „Bei unseren offiziellen Gesprächen mit türkischen Behörden sagen sie uns, dass sie gegen die Aufteilung des Iraks sind. Wir glauben, dass Ankara einer unabhängigen Kurdenstaat nicht zustimmen wird.“

Weiterhin sagte Abdollahian: „Die strategische Sicht Ankaras bezüglich Nordiraks Unabhängigkeit ist mit dem Iran gleich.“

Durch ein unabhängiges Kurdistan im Irak befürchtet der Iran, dass die Kurden in Ostkurdistan (Westiran) mehr Rechte fordern und ähnlich wie bei den anderen Kurden der Ruf nach Autonomie und Selbstbestimmung lauter werden könnte. Über 10 Millionen Kurden leben im Iran. Sie sind Opfer doppelter Unterdrückung; religiöser Unterdrückung, weil sie mehrheitlich sunnitisch sind und ethnischer Unterdrückung, weil sie Kurden sind.

KN, ETHA, Arutz Sheva, rsfmradio; 08.07.2014

5 KOMMENTARE

  1. An die kurdischen Brüder & Schwestern,

    haltet zusammen, erhebt Euch, verteidigt Euch, lernt zu Siegen und vergesst nicht… ihr seid nicht allein!!! Shalom

  2. Iran ist und bleibt ein Terrorstaat und kann uns Kurden am Allerwertesten lecken.Ich wünsche allen Staaten die uns Unterdrücken und töten wollen mega Erdbeben ,so das die sich 100 Jahre nicht erholen können.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT